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Lamas und Alpakas benötigen viell Bewegung. Deshalb soll der Auslauf so großflächig und weitläufig wie möglich bemessen, sowie der dauernde Zugang zur Weide gewährleistet sein. Lamas und Alpakas lieben ausgedehnte Spaziergänge und sollten deshalb möglichst oft ausgeführt werden.
Der Auslauf lässt sich mit feinmaschigem Diagonal- oder Knotengittergeflecht und verzinkten Eisenpfählen oder mit Holz- oder Elektrozäunen abgrenzen. Je nachdem, ob der Auslauf fix ist oder sporadisch verändert werden soll, ist das eine oder andere Zaunsystem von Vorteil. Eine Zaunhöhe von 1,20 m für Alpakas und 1,40 m für Lamas ist in der Regel genügend. In abgelegenen Gebieten, wo die Neuweltkameliden ungestört bleiben, sind niedrigere Zäune vertretbar. Wichtig ist, dass die Tiere nicht unter dem Zaun hindurchschlüpfen, und dass sie sich nicht verletzen können.
Im Gegensatz zu Schafen, die das Gras mitsamt den Wurzeln ausreißen, beißen Lamas und Alpakas die Grashalme ab und verletzen so die Grasnarbe nicht. Zudem laufen die Neuweltkameliden als so genannte Schwielensohler auf zwei Lederballen, was auch in extremen Hanglagen kaum Trittschäden verursacht.
Je nachdem, wie gehaltvoll eine Weide ist, lassen sich mehr oder weniger Tiere davon ernähren. Da der Nährwert einer Weide mit zunehmender Höhenlage abnimmt, sind die gesetzlich erlaubten Besatzdichten davon abhängig. So dürfen beispielsweise im Unterland auf einem Hektar Weideland 12 erwachsene Lamas oder 18 erwachsene Alpakas gehalten werden, in der Bergzone IV dagegen nur 5 Lamas bzw. 7 Alpakas.
Die Tierschutzverordnung schreibt als Mindestanforderung für Außengehege für 2-6 Tiere 250 m2, für jedes weitere Tier 30 m2 vor. Dies sind jedoch absolute Minimalanforderungen und entsprechen nicht dem natürlichen Bewegungsbedürfnis der Tiere! In der Praxis muss also unbedingt mehr Auslauf zur Verfügung stehen, nach dem Motto: je mehr, desto besser. Eine Hobbytierhaltung darf sich auch betreffend Auslauf ruhig als luxuriöse Tierhaltung auszeichnen.
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